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Respekt vor der Umwelt

Der Mont Blanc-Tunnel liegt mitten in den Alpen, eingebettet in eine außergewöhnliche Umgebung.

Daher ist er selbstverständlich in die Angelegenheiten des Umweltschutzes involviert. Aus diesem Grund werden dahingehend seit einigen Jahren innovative Lösungen umgesetzt, die sowohl für die durchfahrenden Fahrzeuge als auch für den Betrieb des Tunnels selbst gelten.

Eine durchgängige Überwachung der Luftqualität

Außerhalb des Tunnels und entlang der Zufahrtsstraßen führen unabhängige, von den regionalen Behörden beauftragte Stellen täglich Kontrollmessungen der Schadstoff-, Staub- und Lärmbelastung durch.
In Frankreich werden diese Messungen von Air APS (Département Ain und die Länder des Savoyen), in Italien von ARPA (Regionalbehörde für Umweltschutz) übernommen.
Im Inneren des Tunnels kann die Qualität der Luft an jedem beliebigen Ort im Tunnel sofort über Sensoren festgestellt werden. Dank des Belüftungssystems kann automatisch und unter den Augen des Personals, das mit der Verkehrsüberwachung betraut ist, sofort darauf reagiert werden.

Neue wassergespeiste Klimaanlagen

Der Mont Blanc-Tunnel ist mit Klimaanlagen ausgestattet, mithilfe derer eine konstante Temperatur von 20° C in den Technikräumen aufrechterhalten werden kann: Die vielen Server und informationstechnischen Geräte strahlen eine beachtliche Hitze ab, die kontrolliert werden muss, um die ordnungsgemäße Funktion aller Systeme zu gewährleisten.
Im Jahr 2012 hat die GEIE-TMB sich dazu entschlossen, die gasbetriebenen Klimaanlagen durch Geräte zu ersetzen, die mit dem Wasser der dortigen Bergbäche gespeist werden. Mit einer konstanten Temperatur von 9° C das ganze Jahr hindurch ermöglichen diese Wasserquellen eine natürliche Kühlung und eine Senkung des Energieverbrauchs.
Dieses System wurde versuchsweise in den Technikräumen im Zentrum der Arbeiten integriert und macht den Mont Blanc-Tunnel zum ersten Straßenbetreiber, der eine derartige Vorrichtung einsetzt.

Ein Partikelfilter

2011 wurde ein Partikelfilter in direkter Nähe der Einfahrt des Mont Blanc-Tunnels auf französischer Seite installiert. Mit dieser innovativen Technologie lassen sich die von den Fahrzeugen ausgestoßenen Feinpartikel teilweise einfangen, damit sie nicht in die Atmosphäre entweichen können.

Schnellladestation für Elektroautos

Um zur Entwicklung des sanften Tourismus in den beiden Tälern am Fuße der Bergkette des Mont Blanc beizutragen, hat die GEIE-TMB für ihre Kunden auf jedem der beiden Parkplätze eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge installiert: Die Station auf dem italienischen Parkplatz ist an das öffentliche italienische Stromnetz Duferco angeschlossen, und die französische Station wird vom öffentlichen Netz Syane versorgt.

Innovations-Challenge

Eines der drei Themen, die den Schwerpunkt des Innovations-Challenge GEIE-TMB im Jahr 2018 bildeten war der „Umweltschutz“. Es wurde eine Vielzahl von Ideen vorgebracht, die derzeit noch untersucht werden: der Bau eines Wasserkraftwerks auf jedem Vorplatz des Mont Blanc-Tunnels, um das Versickerungswasser (Entwässerungsrinne) für die Stromerzeugung zu nutzen; der Einsatz von elektrischen Servicefahrzeugen, die mit Hilfe von Induktionsspulen aufgeladen werden können, ein Umbau der Beschleuniger im Tunnelgewölbe, um sie umkehrbar zu machen und zur Stromerzeugung zu nutzen und der Austausch ihrer jetzigen Blätter gegen Blätter aus Carbon, um ihren Stromverbrauch zu senken.

Ausblick auf das autonome Fahren im Tunnel: Das Platooning

Eines der Hauptthemen, dem die GEIE-TMB hohe Bedeutung beimisst, ist das Fahren der Fahrzeuge im Tunnel. Die Aufmerksamkeit gilt insbesondere einer Technologie, die theoretisch zwar bereits ausgearbeitet ist, deren praktische Umsetzung jedoch noch in den Kinderschuhen steckt: das Platooning.
Das englische Wort „Platoon“ bedeutet „Gruppe“, und das „Platooning“ (auch „elektronische Deichsel“ genannt) beruht auf der digitalen Vernetzung der Fahrzeuge miteinander, so dass eines der Fahrzeuge die anderen Mitglieder der Gruppe sozusagen „anführt.“ Diese Technologie ist auf schwere Fahrzeuge ausgerichtet und könnte für das Management des Mont Blanc-Tunnels von strategischem Interesse sein.
Sie könnte vor allem das Unfallrisiko in Tunneln verringern, da das Fahren mehrerer schwerer Nutzfahrzeuge einem einzigen Fahrer überlassen wird. Die anhand der Technologie hergestellte digitale Verbindung zwischen den Fahrzeugen könnte zum einen den Verkehrsfluss aber auch das Reaktionsvermögen beim Anhalten eines Fahrzeugs im Tunnel verbessern.
Außerdem würde das Platooning den Kraftstoffverbrauch der Schwerlaster senken, die dem führenden Fahrzeug folgen, und so einen Beitrag zu der Umweltaktion leisten, die wir bereits seit mehreren Jahren vorantreiben.
Dieses Konzept wurde bislang in Europa noch nicht angewandt. Aufgrund der oben beschriebenen Vorteile hat sich die GEIE-TMB (immer in enger Zusammenarbeit mit den Konzessionsgesellschaften ATMB und SITMB) daher zu einer Mitgliedschaft bei der ETPC (European Truck Platooning Challenge) entschlossen. Die GEIE-TMB vertritt somit den Mont Blanc-Tunnel und die Tunnel Europas im Allgemeinen. Der Mont Blanc-Tunnel wurde als Versuchsstandort vorgeschlagen, um die technische Umsetzung zu beschleunigen. Die GEIE-TMB nimmt an Sitzungen des Europäischen Parlaments teil, um auf die Inhalte der diesbezüglichen Rechtsvorschriften einzuwirken, damit das Platooning bald in unserem binationalen Straßennetz realisiert werden kann.

Straßen mit Thermoregelung

Die Dienststelle für Innovation und technische Entwicklung der GEIE-TMB soll unter anderem die Möglichkeit bewerten, das aus der Entwässerungsrinne des Tunnels strömende Infiltrationswasser zum Wärmeaustausch zu nutzen. Mit diesem könnte man einerseits die Straßenkonstruktionen der Vorplätze im Winter beheizen (wodurch der Einsatz von Chlorid zum Auftauen reduziert wird) und andererseits den Asphalt im Sommer auf einer niedrigen Temperatur halten (wodurch sich seine Lebensdauer verlängert)

Aufteilung des Schwerverkehrs nach Schadstoffkategorie

Seit 2002 (dem Jahr der Wiedereröffnung des Tunnels) bis 2013 und erneut 2018 wurden Umwelttarife eingeführt, die Transportunternehmen dazu ermutigen sollen, Fahrzeuge neuester Bauart einzusetzen, die mit den modernsten und effizientesten Vorrichtungen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung ausgestattet sind. In der Praxis bedeutet dies, dass die Mautgebühren für weniger umweltfreundliche Fahrzeuge mit einem Zuschlag belegt wurden.
Parallel dazu haben die zuständigen Behörden schrittweise die für den Transit durch den Mont Blanc-Tunnel zugelassenen Fahrzeuge „aussortiert“, um nur den umweltfreundlichsten Euro-Kategorien (Euro 4, 5 und 6) die Durchfahrt zu gewähren. Die jüngste diesbezügliche Regelung betrifft das Transitverbot für Lastkraftwagen mit mehr als 3,5 Tonnen, die als Euro 3 eingestuft sind. Es ist seit dem 1. September 2019 in Kraft.
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