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Eine komplexe sicherheitsvorrichtung

Dies sind die Säulen der Sicherheit: Vorbeugung, Überwachung und Erfassung, Eingriff

Der MontBlanc-Tunnel ist 11,6 km lang und besteht aus einer einzigen Galerie mit einer Fahrbahn, die in zwei Richtungen befahren wird. Die Durchfahrt des „Trait d’union“ zwischen Italien und Frankreich dauert etwa 12 Minuten.

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Vorbeugungsmaßnahmen

- 50 km/h Mindestgeschwindigkeit

- 70 km/h Höchstgeschwindigkeit

- 150 m Abstand

- 20 FM-Radiosender

- 2 Bereiche zur Regulierung und Kontrolle bei starkem Verkehrsaufkommen (Lkw und Busse)

- in Passy-Le Fayet (Frankreich) in 22 km Entfernung vom Tunnel
- in Aosta (Italia), in 44 km Entfernung vom Tunnel

- 2 Thermoportale zur Kontrolle der Erwärmung auf den rollenden Teilen der Lkw und Busse

- 1 Geschwindigkeitsmess - und Sanktionssystem: Im Tunnelabschnitt auf französischem Gebiet erfassen 6 Radare (3 in jede Richtung) die momentane Geschwindigkeit, während der Abschnitt auf italienischem Gebiet von einem System zur Erfassung der Durchschnittsgeschwindigkeit überwacht wird, das in beiden Fahrtrichtungen installiert ist.

- Es sind 4640 Lampen in Abständen von 5 Metern installiert.

- 2 Stromleitungen mit jeweils 10 MW garantieren eine permanente Stromversorgung der gesamten Anlage

- 20 Informationstafeln mit wechselnden Meldungen an Decke des Tunnelgewölbes

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Überwachungs- und Erfassungsvorrichtungen

- 2 Leit - und Kontrollstellen (PCC): 1 aktive Leit- und Kontrollstelle (besetzt von zwei Mitarbeitern, die mit der Überwachung des Durchfahrtverkehrs im Tunnel und auf den Parkplätzen betraut sind. Sie bedienen die im Tunnel installierten Anlagen) + 1 Verkehrs-PCC (besetzt von 1 Sacharbeiter, der sich mit den Informationen und Verkehrsbedingungen auf den Zufahrtsstraßen befasst)

- Die technische Leitzentrale analysiert 35.000, von verschiedenen Sensoren erfasste Daten.

- 1 thermometrisches Kabel mit 3680 Sensoren zieht sich durch den gesamten Tunnel: Es ist mit der technischen Leitzentrale verbunden und ermöglicht die durchgängige Erfassung der Temperatur im Tunnel in Abständen von 25 Metern mit einer Messung alle 12 Sekunden.

- 120 Kameras, die an ein automatisches Unfallerkennungssystem angeschlossen sind (ein System, das die festgestellten Anomalien an die Bildschirme des Wachpersonals der Leit- und Kontrollstellen übermittelt).

- 37 Kameras sind an den Pannenbuchten angebracht.

- 1 Netzwerk von Sensoren, das an die technische Leitzentrale angeschlossen ist

- 20 Anemometer messen gleichzeitig die Windgeschwindigkeit
- 20 Opazimeter zur Analyse von Lichtspektren und zum Nachweis von Dämpfen
- 20 Schadstoffsensoren: CO (Kohlenmonoxid) und NO2 (Stickstoffdioxid)

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Einrichtungen für Kriseneinsätze

- 3 Soforteinsatzstationen (auf den beiden Parkplätzen und in der Mitte des Tunnels) mit qualifiziertem Einsatzpersonal für die Bekämpfung von Bränden in beengten Räumen

- 4 Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge zur Bekämpfung von Bränden (Proteus)

- 1 vollständig computergesteuertes Belüftungssystem, von der Erfassung bis zur Absaugung, bestehend aus:

  •  Frischluftzufuhr:

- 2 Zentrale Belüftungsanlagen auf den beiden Parkplätzen mit je 4 Frischluftventilatoren (+ 1 Hilfsgerät) mit einer regelbaren Fördermenge von 25 bis 80 m³/sec

- Die Ventilatoren versorgen die unter der Fahrbahn befindlichen Lüftungskanäle (4 auf der französischen Seite und 4 auf der italienischen Seite), die jeweils 1.450 m abdecken, mit Einlässen alle 10 m auf dem Gehsteig Italien-Frankreich

  •  Rauchgasabsaugung (156 m3/Sekunde pro 600 m linearem Abschnitt):

- 1 Absaugkanal, der sich durch den gesamten Tunnel zieht

- 2 Zentrale Belüftungsanlagen auf den beiden Parkplätzen mit je 2 Frischluftventilatoren (+ 1 Hilfsgerät)

- 4 im Kanal angeordnete Relais-gesteuerte Ventilatoren (auf Höhe der Buchten 6, 14, 22 und 30)

- 116 gleichgeschaltete Absaugöffnungen („Carneaux“) in Abständen von 100 Metern, die mit ferngesteuerter Öffnung die Absaugleistung in Abschnitten von 600 m konzentrieren können.

  •  Überwachung der Längsgeschwindigkeit der Luft:

- 20 Anemometer in Abständen von 600 Metern messen kontinuierlich die Längsgeschwindigkeit der Luft im Tunnel

- 76 Beschleuniger an der Gewölbedecke, die gemäß den Anweisungen der technischen Leitzentrale bei Aktivierung die Geschwindigkeit der Luftbewegungen in die eine oder andere Richtung lenken.

- 1 Vorrichtung zum Stoppen des Durchfahrtsverkehrs, bestehend aus:

- 2 Schranken

- 40 Halbschranken, die alle 600 Meter angebracht sind (gekoppelt mit jeweils 1 Meldungstafel mit umschaltbarer Anzeige)

- 120 Ampeln

- 20 Meldungstafeln an der Decke mit beidseitiger, wechselnder Anzeige in Abständen von 600 Metern.

- 20 FM-Radiosender, die in den Tunnel weitergeleitet werden

- 116 Sicherheitsnischen in Abständen von 100 Metern, auf die durch leuchtende Schilder hingewiesen wird und die mit 2 Feuerlöschern und einer Notrufsäule zur Kontaktaufnahme mit der Leit- und Kontrollstelle ausgestattet sind

- 37 Schutzräume, einer alle 300 Meter, alle mit einer Grundfläche von ungefähr 40 m². Die Schutzräume sind hermetisch abgedichtet und garantieren die Sicherheit der Nutzer vor einer Evakuierung. Die Innenräume werden mit Frischluft bei Überdruck versorgt und sind vom Tunnel durch zwei Brandschutztüren und einen Filterbereich gegen den Tunnel isoliert, der das Eindringen von Rauch verhindert; Sie sind mit dem Evakuierungsgang verbunden, der durch den ganzen Tunnel verläuft und mit einer Trinkwasserreserve und einer Video-Gegensprechanlage ausgestattet ist, die in Verbindung mit der Leit- und Kontrollstelle steht.

- 1 Gang für die Evakuierung von Personen: Die Frischluftkanäle erstrecken sich über die ganze Länge des Tunnels. Sie sind mit den Schutzräumen verbunden und ermöglichen es den Einsatzmannschaften, zu den Personen zu gelangen und sie zum nächstgelegenen, vom Unfallort entfernten Schutzraum oder auf einen der beiden Parkplätze zu geleiten. Im Inneren dieser Gänge ist es möglich, sich mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen fortzubewegen, die eine Bahre oder auch mehrere sitzende Personen transportieren können.

- 36 Nothaltebereiche in Abständen von 600 m in jeder Fahrtrichtung

- 1 Wasserversorgungssystem, bestehend aus:

- 1 Wasserleitung unter Druck über die Länge des gesamten Tunnels:

- 79 Brandschutznischen in Abständen von 150 m auf dem Gehsteig Frankreich-Italien

- 37 Zusätzliche Nischen im Inneren der Filterbereiche der Schutzräume

- 4 Wassertanks mit jeweils 120 m³ Fassungsvermögen: 1 auf jedem der beiden Parkplätze und 2 im Inneren des Tunnels, auf Höhe der Buchten 15 und 29

Gefahrenvorbeugung durch Anwendung der Mindestbetriebsanforderungen (CME)

Im Falle des teilweisen Ausfalls eines oder mehrerer Systeme wendet die GEIE-TMB die unter der Rubrik der Mindestbetriebsbedingungen (CME) aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen an. Diese CME (mehr als 30) legen für jede einzelne Funktion des Tunnels (technische Kontrolle, Betriebszustand der Anlage, Anzahl der Mitarbeiter im Einsatz) Mindestgrenzen fest, bei deren Unterschreitung Einschränkungen des Durchfahrtverkehrs zur Anwendung kommen, abgestuft nach der jeweiligen Wichtigkeit und Dauer des Zustands: alternierender Einbahnstraßenverkehr, Sperrungen der Durchfahrt für Schwerlastfahrzeuge, Totalsperrung des Verkehrs.
 
Wenn zum Beispiel mehr als 7 Beschleunigerpaare (von 38) gleichzeitig teilweise oder vollständig ausfallen, die bei Rauchentwicklung den Längsstrom der Luft im Tunnel entgegenwirken und so die Ausbreitung des Rauchs verhindern sollen, so führt dies zur Überschreitung der CME 307 und damit zu einer vorsorglichen sofortigen Durchfahrtssperre; betrifft die Nichtverfügbarkeit dagegen 7 Paare oder weniger, so darf der normale Betrieb des Tunnels nur unter der Bedingung aufrechterhalten werden, dass die Störung innerhalb einer Woche behoben wird; wenn die Reparatur mehr als 7 Tage in Anspruch nimmt, muss der Lenkungsausschuss entscheiden, ob operative Ausgleichsmaßnahmen ergriffen werden sollten.
 
Ein weiteres Beispiel betrifft den Druckunterschied an den beiden Eingängen des Tunnels: Wenn dieser Wert für eine Dauer von mehr als 30 Minuten 750 Pascal überschreitet, ist der nächste Schritt eine Durchfahrtsperre für Schwerlastfahrzeuge als Maßnahme zur Verminderung des Verkehrsaufkommens.
 

Die CME werden zu Analysezwecken systematisch überwacht und gehen infolgedessen den ordnungsgemäßen Wartungsmaßnahmen der Anlagen voraus.
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